Flattr — Mögen ist das eine, Lieben etwas anderes

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Geld und Liebe passt zwar immer schlecht zusam­men, aller­dings brin­gen die Jungs von Flattr das ganze in Ver­bin­dung und mei­nen es dabei doch nur gut.

Nach Face­books ten­ta­kel­haf­tem Aus­brei­ten mit Hilfe des all­ge­gen­wär­tig wer­den­dem Like-Button, soll nun ein wei­te­rer But­ton die Content-Lieferanten im Netz bestü­cken. Jedoch geht es hier nicht nur um das Tei­len von Aner­ken­nung, son­dern um Geld. Das Micropayment-Modell von Flattr soll die Chance geben, guten Con­tent im Inter­net wirk­lich zu beloh­nen.

Was genau macht so ein Flattr-Button?

Der Flattr-Button wird von Blog­gern, Musi­kern, Künst­lern oder ande­ren Con­tent­pro­du­zen­ten im Inter­net auf der Web­site ein­ge­baut.
Neh­men wir als Bei­spiel ein Blog, das täg­lich Arti­kel ver­öf­fent­licht und somit für viele Leute inter­es­sante Berichte zur Ver­fü­gung stellt. Gefällt den Lesern, was sie dort gebo­ten bekom­men so gut, dass sie die Mühe gerne beloh­nen wür­den, kli­cken sie auf den Flattr-Button. Die­ser kann von jedem Nut­zer nur ein ein­zi­ges mal gedrückt wer­den. Mit dem Klick spen­det der Nut­zer den flei­ßi­gen Auto­ren für die tolle Arbeit etwas Geld.

Wie­viel Geld bekommt der Autor von mir, wenn ich auf den But­ton klicke?

Das bestimmt jeder selbst. Nach einer Anmel­dung bei Flattr, bestimmt jeder regis­trierte Benut­zer einen Betrag, der monat­lich durch Flattr von des­sen Konto abge­bucht und an seine Lieb­linge ver­teilt wer­den soll. Diese sind natür­lich auch bei Flattr regis­triert.
Der Betrag ist voll­kom­men frei wähl­bar. So kann man sich bei­spiels­weise ent­schlie­ßen 1€ jeden Monat mit ande­ren zu teilen.

Wie wird das Geld aufgeteilt?

Die Auf­tei­lung des fest­ge­leg­ten Betrags erfolgt jeden Monat anhand der Klicks, die ein Nut­zer auf ver­schie­de­nen Sei­ten getä­tigt hat. Hat man sich also für einen Betrag von 1€ im Monat ent­schie­den und klickt wäh­rend des Monats nur auf einen ein­zi­gen Flattr-Button im Netz, so bekommt der Betrei­ber der Web­site, die die­sen But­ton für sei­nen Con­tent gesetzt hat den gan­zen Euro am Ende des Monats.
Klickt man jedoch im Laufe des Monats auf 50 ver­schie­dene But­tons im Netz, so tei­len sich diese 50 Glück­li­chen den Euro und bekom­men jeweils 2 Cent für ihre Mühe.

Ein Video, dass alle Fra­gen noch­ein­mal schön anschau­lich klärt , gibt es natür­lich auch:

Ja das Inter­net wan­delt sich und so kann man nun schon die krea­ti­ven Leute, die es ver­dient haben, für ihre Mühe beloh­nen. Und zwar so, wie man es selbst für ange­mes­sen hält. Mit einen Facebook-Like-Button, um das ganze an seine Pinn­wand zu brin­gen oder mit einem klei­nen Betrag durch Flattr.

Ich finde es wahn­sin­nig inter­es­sant zu beob­ach­ten, wohin sich das ganze ent­wi­ckeln wird. Und vor allem bin ich auf die Auf­stel­lun­gen gespannt — die Ran­kings, die Flattr uns lie­fert, wenn das Kon­zept ange­nom­men wird. Denn wahr­schein­lich wird ein Flattr-Button, wo es um Geld geht, weni­ger infla­tio­när genutz, als ein Like-Button und so kann man viel­leicht mal her­aus­kris­tal­li­sie­ren, was die Leute wirk­lich gut finden.

Viel­leicht fällt jeman­dem ja noch was ein, um zu gewähr­leis­ten, dass wirk­lich nur noch die User als Freund in sozia­len Netz­wer­ken hin­zu­ge­fügt wer­den, die es wirk­lich sind. Denn mal ehr­lich Leute. Wer hat denn schon 573 Freunde?!

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